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30.09.26

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Gutes ist nicht selbstverständlich: Warum wir Erntedank mögen

Herbst, Heimat, Handwerk: Zeit, gutes Essen zu feiern


Kürbisse vor der Haustür, Äpfel in der Kiste, Kartoffeln im Keller und die ersten bunten Blätter auf dem Boden.

Der Herbst ist da.

Und mit ihm kommt Anfang Oktober ein Fest, das ein bisschen aus der Zeit gefallen wirken könnte: Erntedank.

Dabei finden wir: Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall.

Denn wann hast du zuletzt darüber nachgedacht, wie viel eigentlich passieren muss, bevor dein Essen vor dir auf dem Tisch liegt?

Essen kommt nicht aus dem Supermarkt

Klingt banal. Vergessen wir aber erstaunlich schnell.

Bevor aus Rohstoffen Lebensmittel werden, haben Menschen angebaut, geerntet, verarbeitet, gewürzt, geräuchert, verpackt und transportiert. Dahinter stecken Zeit, Erfahrung und Arbeit.

Erntedank erinnert seit Jahrhunderten genau daran: Eine gute Ernte und gutes Essen sind nicht selbstverständlich.

Und dieser Gedanke ist heute vielleicht aktueller denn je.

Muss Erntedank deshalb feierlich sein?

Überhaupt nicht. Du brauchst weder einen großen Erntekorb noch einen festlich dekorierten Tisch. Vielleicht reicht es schon, sich am Wochenende etwas Zeit zu nehmen. Ein gutes Brot aufschneiden. Ein paar Scheiben Schwarzwälder Schinken dazu. Bauernwurst, Käse, etwas Senf, Gurken und ein paar Äpfel auf den Tisch stellen. Alle setzen sich dazu.

Und dann wird gegessen.

Ohne großes Programm. Wir finden, das ist eine ziemlich gute Art, Lebensmittel wertzuschätzen.

Herbst und Schwarzwald – das passt

Wenn die Tage kürzer werden, verändert sich auch unser Appetit. Im Hochsommer darf es leicht sein. Salat, Tomaten, etwas vom Grill. Im Herbst? Da darf's wieder ein bisschen herzhafter werden. Kartoffeln mit Speck. Kürbis aus dem Ofen. Kräftiges Bauernbrot mit Schwarzwälder Schinken. Eine deftige Vesper nach einem langen Spaziergang. Und plötzlich fühlt sich das kühlere Wetter gar nicht mehr so schlimm an.

Vielleicht liegt's an der frischen Luft. Vielleicht am Speck. Wir haben da eine Vermutung. 😉

Gutes Essen braucht nicht unbedingt viel

Erntedank erinnert uns noch an etwas anderes:

Genuss muss nicht kompliziert sein.

Oft sind es gerade die einfachen Kombinationen, die besonders gut funktionieren. Frisches Brot. Ein guter Schinken. Ein Stück Wurst. Etwas Senf. Vielleicht ein Apfel dazu. Fertig.

Entscheidend ist weniger, wie viele Zutaten auf dem Tisch stehen – sondern ob sie schmecken.

Und wofür bist du dankbar?

Vielleicht für einen vollen Kühlschrank. Für Menschen, mit denen du gerne am Tisch sitzt. Für dein Lieblingsessen. Oder einfach dafür, dass nach einem langen Tag noch ein ordentliches Vesper auf dich wartet. Wir nehmen alles davon. Denn Erntedank muss für uns keine große Sache sein. Es ist vielmehr eine kleine Erinnerung:

Gutes Essen ist nicht selbstverständlich. Also sollten wir es auch genau so behandeln.

Bewusst aufschneiden. Bewusst hinsetzen. Und dann vor allem: bewusst genießen.

In diesem Sinne: einen wunderschönen Herbst und guten Appetit aus dem Schwarzwald. 🌲🍂