Ernte im Turbogang: So bekommt dein Spätsommergemüse richtig Wumms
Der Sommer hat dieses Jahr offenbar einen Termin.
Sonne satt, hohe Temperaturen – und plötzlich ist im Garten und auf den Feldern vieles früher reif als gedacht. Zucchini werden gefühlt über Nacht zu Baseballschlägern, die Tomaten geben gleichzeitig Vollgas und auch Bohnen, Kartoffeln und die ersten Kürbisse wollen verarbeitet werden.
Luxusproblem? Absolut.
Aber eines, das ziemlich lecker gelöst werden kann.
Denn jetzt ist die perfekte Zeit für unkomplizierte Gerichte mit frischem Gemüse – und ein bisschen Schwarzwald darf dabei natürlich nicht fehlen.
Warum Herzhaftes und Gemüse so gut zusammenpassen
Frisches Gemüse bringt Süße, Säure und jede Menge Eigengeschmack mit. Was ihm manchmal noch fehlt, ist ein kräftiger Gegenspieler.
Und genau da kommen Raucharomen, Salz und Röstaromen ins Spiel.
Schwarzwälder Speck beispielsweise bringt nicht einfach nur Herzhaftigkeit mit. Beim Anbraten tritt Fett aus, das zum Geschmacksträger für das Gemüse wird. Zwiebeln, Kartoffeln, Bohnen oder Zucchini nehmen die Würze auf – und plötzlich wird aus „Wir müssen noch die Zucchini essen“ ein „Ist noch was da?“.
Wir hätten da ein paar Ideen.
1. Bohnen + Speck: Das Dreamteam
Manche Kombinationen muss man nicht neu erfinden.
Frische grüne Bohnen kurz blanchieren. Währenddessen Schwarzwälder Speck oder Schnipfelspeck in der Pfanne schön knusprig braten. Eine fein geschnittene Zwiebel dazugeben, anschließend die Bohnen hinein und alles kurz durchschwenken.
Etwas Pfeffer darüber – fertig.
Extra-Tipp: Mit kleinen Kartoffeln wird daraus ohne großen Aufwand eine komplette Mahlzeit.
Einfach. Deftig. Gut.
Manchmal braucht's nicht mehr.
2. Die „Was-machen-wir-mit-der-Zucchini?“-Pfanne
Wer selbst Zucchini anbaut, kennt das Phänomen.
Montag: „Oh, eine kleine Zucchini!“
Mittwoch: „War die gestern schon so groß?“
Freitag: „Hilfe.“
Also ab damit in die Pfanne.
Zucchini in kräftige Stücke schneiden und mit Zwiebeln scharf anbraten. Tomaten dazugeben und nur kurz mitgaren, damit sie nicht komplett zerfallen.
Jetzt kommt der Schwarzwald ins Spiel: Bauernwurst oder eine andere würzige Dauerwurst in Scheiben schneiden und mitbraten.
Frische Kräuter dazu – Rosmarin, Thymian oder Petersilie passen wunderbar.
Und schon hat das Zucchini-Problem deutlich an Schrecken verloren.
3. Kürbis kann mehr als Suppe
Die ersten Kürbisse stehen bereit?
Dann bitte nicht automatisch den Suppentopf holen.
Hokkaido in Spalten schneiden, mit etwas Öl bepinseln und im Ofen kräftig rösten. Kurz vor Ende dünne Scheiben Schwarzwälder Schinken darübergeben.
Dazu ein Klecks würziger Senf oder Dip.
Süßer Kürbis + salzig-rauchiger Schinken = verdammt gute Kombination.
Wer möchte, gibt noch etwas Feta oder Ziegenkäse darüber.
Das funktioniert als Beilage – wir essen es aber auch einfach so.
Und was machen wir mit den Tomaten?
Die dürfen bleiben, wie sie sind.
Wenn Tomaten richtig reif sind, brauchen sie nämlich erstaunlich wenig: aufschneiden, etwas Salz und Pfeffer, gutes Öl und frische Kräuter.
Dazu Bauernbrot und ein paar Scheiben Schwarzwälder Schinken.
Fertig ist ein Abendessen, bei dem niemand eine halbe Stunde am Herd stehen muss.
Und genau so darf Spätsommer schmecken.
Die Ernte wartet nicht – zum Glück
Eine frühe und üppige Ernte kann einen ganz schön beschäftigen. Aber genau darin steckt auch das Schöne an dieser Jahreszeit.
Jetzt schmeckt vieles so intensiv wie sonst kaum im Jahr.
Also mach es dir nicht komplizierter als nötig. Nimm gutes Gemüse, gib ihm Hitze und Röstaromen – und kombiniere es mit etwas Herzhaftem.
Denn ob Bohnen, Zucchini, Kartoffeln, Tomaten oder Kürbis:
Der Sommer liefert das Gemüse. Den Schwarzwald-Wumms liefern wir.
Guten Appetit! 🌲